A Alter: Von der Geburt bis zum 16. Lebensjahr
B Spezielle chirurgische Pathologie:
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Behandlung angeborener Fehlbildungen aller Arten
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Behandlung erworbener Erkrankungen, die nur im Kindesalter vorkommen,
wie Geburtstraumata, Darminvagination, etc.
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Behandlung erworbener Krankheiten, die im Kindesalter anders verlaufen
als bei Erwachenen wie z.B. Frakturen, Appendizitis bei jungen Kindern,
Lungenabszess und Pleuraempyem, etc.
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Übernahme aller chirurgischen Erkrankungen, deren Nachbehandlung
aus biologischen Gründen (Wasser- und Elektrolythaushalt, Wärmehaushalt
etc.) spezielle Massnahmen erfordern
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Behandlung von Krankheiten, deren Behandlung eine enge Zusammenarbeit
zwischen Chirurgen und Pädiater erfordert, wie z.B. bösartige
Tumoren, Stoffwechselkrankheiten
C Psychologische Aspekte
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Seitens des Kindes: gemeinsame Hospitalisation von Kindern und erwachsenen
Patienten in den selben Räumen nicht erwünscht
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Ganzheitliche Betreuung des hospitalisierten Kindes
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Speziell ausgebildete Physio-, Ergo- und Psychotherapeuten und Logopäden
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Kindergarten
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Schule
D Organisatorisches
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Spezielle Ausbildung des Pflegepersonals
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Andere bauliche Konzeption für Kinderstationen als für
Erwachsenenstationen
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Andere Mobilien: Betten verschiedener Grösse, spezielle Apparate
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Spezielle Instrumente wie Oesophagoskop, Cystoskop, Rektoskop, Colonoskop,
etc.
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Andere betriebliche Probleme: Milchküche, Windeldienst, Kleider
verschiedener Grösse.
Die Besonderheiten der funktionellen Chirurgie
Aus der obenstehenden Tabelle muss noch etwas wichtiges abgeleitet werden.
Es handelt sich in der Kinderchirurgie primär nicht um eine extirpative
Chirurgie, sondern viel mehr um eine funktionelle, rekonstruktive Chirurgie.
Bei den meisten angeborenen Fehlbildungen wie Hydrocephalus, Myelomeningocele,
Lippen-Kiefer-Gaumenspalte, Oesophagusatresie, Hiatushernie, Pylorusstenose,
Duodenalatresie, Darmatresie, Darmlage-Anomalien, Megacolon congenitum
Hirschsprung, Gallengangsatresie, obstruktive Uropathien, vesiko-ureteraler
Reflux, Hypo- und Epispadie und bei gewissen erworbenen Affektionen wie
z.B. die Frakturen, wird nicht ein anatomisches Gebilde entfernt, sondern
eine Funktion wiederhergestellt.
Die Verantwortung und die Verpflichtung des Chirurgen beschränkt
sich deshalb nicht auf die technische Ausführung der Operation, sondern
auf die Rehabilitation der Funktion. Der Kinderchirurg muss deshalb
den Patienten während einer genügend langen Periode kontrollieren
und gegebenenfalls weiter behandeln.