Spina bifida occulta
Defintion
Es handelt sich um ein Neuralrohrdefekt, welcher die Wirbelsäule
lumbosacral betrifft mit unvollständigem Verschluss des Neuralkanals.
Epidemiologie
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Inzidenz: häufig, (5% der Population)
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Alter des Auftretens: Neugeboren
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Risikofaktoren: Multifaktorielle Vererbung
Pathogenese
1.Neuralrohrdefekt
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Störung während der Embryogenese
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zählt zu den häufigsten Störungen, die das ZNS betreffen
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das Neuralrohr schliesst sich während der 3. und 4. Gestationswoche
nicht
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auch Dysraphie genannt
2.Spinal bifida occulta
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ist die benigneste Form der Dysraphie
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nicht assoziert mit Missbildungen der Meningen oder des Rückenmarks
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häufig ist nur ein Wirbel betroffen
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posteriorer Defekt des Wirbelkörpers
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hie und da assoziert mit Malformationen des Rückenmarks wie Syringomyelie,
Diastomatomyelie oder Tetherd cord (s.u.)
Klinische Befunde
Spina bifida occulta
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Es gibt 6 kutane Zeichen, die entweder allein oder in Kombination auf eine
unterliegende kongenitale, neuroektodermale Anomalie im Sinne einer Spina
bifida occulta hinweisen. Diese Zeichen sind
* ein Haarbüschel,
* ein kapilläres Hämangiom,
* ein dermaler Sinus,
* ein medialer oder paraspinaler Tumor,
* ein rudimentärer "Schwanz" und
* eine atretische Meningocele.
Bei 15 % der Patienten mit einer Analatresie liegt eine assoziierte Spina
bifida occulta mit einer Anomalie des Filum terminale mit Tethered cord
mit oder ohne assoziiertem Lipom vor. Kapilläre Hämangiome in
der Lumbalgegend sind in mehr als 10 % assoziiert mit einer unterliegenden
Pathologie des ZNS. In bezug auf Hautgrübchen (dermaler Sinus) lässt
sich sagen, dass, unabhängig von deren Tiefe, diejenigen, die kranial
der Rima ani liegen, potentiell mit dem Subarachnoidalraum kommunizieren,
sodass eine oberflächliche Excision ohne intradurale Exploration gefährlich
ist. Hautgrübchen, die in der Rima ani liegen, sind blind endend und
haben keine intraspinale Kommunikation. Coccygeale Hautgrübchen finden
sich in ca. 4 % der Neugeborenen. Diese sind klinisch bedeutungslos und
bedürfen keiner weitergehenden Untersuchung, im Gegensatz zu den Hautgrübchen,
die kranial der Rima ani liegen.
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klinisch meist assymptomatisch
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Diesen erwähnten 6 kutanen Zeichen können 7 primäre Pathologien
einer Spina bifida occulta zugrundeliegen, nämlich
* eine terminale Syringomyelie,
* eine Lipomyelomeningocele,
* eine neurenterische Cyste,
* das Tethered cord Syndrom,
* die Diastematomyelie,
* ein dermaler Sinustrakt mit oder ohne Dermoidtumor und
* die "méningocèle manqué".
Die häufigste Fehlbildung ist das Tethered cord Syndrom. Bei dieser
Fehlbildung liegt eine abnorme Fixation des Rückenmarks mit einer
kurzen Cauda equina vor sowie ein tiefer Conus medullaris, der durch ein
verdicktes Filum terminale oder Lipom mit dem Sacrum verwachsen ist.
Ablärungen
1.Bildgebende Diagnostik
Wirbelsäulenröntgen
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Defekt im posterioren Verschluss der Wirbelbögen und der Laminae meist
L5/ S1 betreffend
2.Pränatale Diagnostik
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normales mütterliches AFP (Alphafoetoprotein)
3.Urodynamik
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zeigt evtl. pathologische Befunde lange bevor klinisch neurologische Symptome
oder Beschwerden vorhanden sind, wie Muskelschwäche, Sensibilitätsstörungen,
Inkontinenz u.a.
Therapie
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wenn keine Malformation des ZNS vorliegt ist keine Therapie notwendig