Meningocele
Definition
Ein angeborener Neuralrohrdefekt mit Herniation von Meningen durch einen
lumbalen Wirbeldefekt.
Epidemiology
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Inzidenz: 1-2/1000 Lebendgeburten
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Risikofaktoren:
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multifaktoriell:
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1.Genetisch:
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Wiederholungsrate beträgt 4%. Bei einem Paar mit 2 betroffenen Kindern
beträgt die Wiederholungsrate 10%.
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kann als AR????Eigenschaft übertragen werden
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2.Ernährungs- und Umgebungsfaktoren
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Hyperthermie
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Vit. A
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Folsäuremangel
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3.Drogen
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Valproinsäure kann Neuralrohrdefekte in 1-2% der Schwangerschaften
auslösen
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assozierte Fehlbildungen:
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1.Cranial
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Aqueduktstenose mit Hydrocephalus:kann auftreten, wenn die Menigocele cranial
oder hoch cervical liegt.
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2.Spinal
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Diastematomyelie, Lipome, Syringomeyelie, Tetherd cord
Unterteilung
1.Posteriore Meningocele
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häufigste Form der Meningocele
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die Hernie kann Neuralgewebe entahlten
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tritt aus durch einen Defekt im dorsalen Bereich des Wirbelbogens
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gewöhnlich durch eine dicke Haut-oder Membranschicht bedeckt
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Liquor kann austreten
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meist ohne neurologischen Ausfällen
2.Anteriore Meningocele
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ungewöhnliche Meningocele
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Hernie kann neurales Gewebe enthalten
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tritt ins Becken ein durch einen anterioren Defekt des Wirbelbogens
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häufig bei Currarino-Triade
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Komplikationen:
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Obstipation mit/oder Blasenfunktionsstörung
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weibliche Patientinen können Begleitmissbildungen im Bereich des Genitouretraltraktes
aufweisen
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retrovaginal Fistel
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Vagina septa
Klinische Befunde
Menigocele
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Eine Flüssigkeitsgefüllte Cele im Bereich der Mittelinie
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gewöhnlich lumbal, aber auch cervical
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bedeckt von einer Haut oder Membran:
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Hautbedeckt:
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entlang der Neuroaxis
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keine assozierten Missbildungen
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Membranbedeckt:
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meist rostral
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eher mit Begleitmissbildungen
Komplikationen
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Blasen- und Analspincterdysfunktion
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Orthopädische Probleme:
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Equinovarus Fehlstellungen, Klumpfüsse, Gangstörungen
Abklärungen
1.Bildgebende Diagnostik
1.Wirbelsäulenröntgen
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Defekt im Verschluss des Wirbelsäulenbogens
2.CT/MRI
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Zum Ausschluss von Begleitfehlbildungen und Einschätzung der neuralen
Beteiligung
2.Pränatale Diagnostik
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erhöhtes maternes AFP im Serum
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US
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Amniocentese mit erhöhtem AFP und Acetylchoninesterase
Therapie
1.Chirurgie
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Korrektur zur Infektprophylaxe
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sofort bei vorliegen einer Membran mit oder ohne Liquorfistel
2.Unterstützend
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Blasen- und Darmstörung
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orthopädische Probleme
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genetische Beratung
3.Prävention
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Folsäureeinahme bei Frauen im gebährfähigen Alter
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Frauen , die eine Schwangerschaft planen, sollten 0.8 mg Folsäure
pro Tag einnehmen
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verminderte Wiederholungsrate bei Einnahme von 4 mg pro Tag von der Konzeption
an bis zum l. Trimester.