Labiensynechie
Definition
Partielle oder komplette Adhäsion der Labia minora.
Epidemilogie
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Inzidenz: 1.8% der Mädchen
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Alter des Auftretens:3.Monat bis 4 jährig mit einem Gipfel zwischen
13-23 Monaten.
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Risikofaktoren
Pathogenese
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Trauma führt zur Denudation der oberflächlichen Epithelschicht
und somit zur Narbenbildung und Adhärens der beiden Labien
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Traumaarten
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Entzündungen (Vulvitis, Vulvovaginitis) durch
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zu wenig Hygiene
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Seborrhoe
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Atopische Dermatitis
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Madenwürmer
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Sexueller Missbrauch
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Masturbation
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Lazeration der Labien
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Spagath
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zu wenig Oestrogen führt ev. zu einer Reduktion der Dicke der epithelialen
Zellen, sodass Traumas begünstigt werden
Klinische Befunde
1.Urogenital
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die meisten Mädchen sind asymptomatisch, und die Synechie wird bei
einer Routineuntersuchung festgestellt
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flache Vulva
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die Labien sind in der Mittellinie adhärent bis zur Klitoris
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eine dünne durchscheinende Membran verdeckt den Introitus und das
Hymen
2.Komplikationen
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abweichender Urinstrahl
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Nachträufeln von Urin nach der Miktion
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asymptomatische Bakteriurie (20% der Patientinnen)
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Harnwegsinfekte (20-40% der Patientinnen)
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ganz selten Obstruktion mit Blasenerweiterung und Hydronephrose
Abklärungen
Therapie
1.Konjugierte Oestrogen-Creme (Premarin)
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kleine Menge 1-2/Tag auf die Adhäsion applizieren. Löst die Synechie
meist innerhalb von einem Monat
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in 90% der Fälle erfolgreich
2.Prophylaxe
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um einer erneuten Adhärens vorzubeugen, sollte man Vasiline 1x Tag
im Bereich der Adhäsion anwenden
3.Manuelle Lösung
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nicht indiziert wegen hohem Rezidivrisiko, Vernarbung