Morbus Hirschsprung

Definition

Kongenitale Erkrankung hervorgerufen durch eine abnormale Innervation des Darmes,welche zur intestinaler Obstruktion oder chronischer Obstipation führt (auch kongenitales aganglionäres Megacolon genannt).

Epidemiology

Inzidenz: 1/5000-8000 Lebendgeburten
Alter des Auftretens: bald nach der Geburt bis zur Kindheit
Risikofaktoren:

Assozierte andere kongenitale Anomalien: Pathogenese

1.Hintergrund

Stop der Neuroblastenmigration vom proximalen zum distalen Darm, Abwesenheit der intramuralen myenterischen parasympathischen Ganglienzellen und des sympathischen Plexus, welcher im Spinkter ani internus beginnt und sich nach proximal verschieden weit vom Anus ausbreitet. Die Muskulatur im aganglionären Segment ist unfähig zu relaxieren, die Darmwand hypertrophiert, der Darm ist unfähig peristaltische Wellen zu übertragen, was zu verschiedenen Ausmassen an intestinaler Obstruktion, Stase des Stuhles, Bakterienproliferation, toxischen Megakolon und Enterokolitis führen kann.

Aganglionäres Segment

Klinische Manifestation

1.Gastrointestinale Manifestation

1.Neugeborene

2.Kleinkinder/Kinder 2.Komplikationen

Intermittierende oder komplette intestinale Obstruktion mit abdominaler Blähung und galligem Erbrechen
Enterocolitis mit toxischem Megakolon, Diarrhoe, Apathie, Fieber, Dehydratation und /oder Sepsis
Wachstumsverzögerung +/- Mangelernährung
Proteinverlierende Enteropathie +/- Hypoproteinämie, Oedeme

Abklärungen

1.Bildgebende Diagnostik

1.Abdomenröntgen

2.Kontrastmitteleinlauf 2.Anorectale Manometrie 3.Pathologie

1.Rectumschleimhautsaugbiopsie

2.Rectum- oder Kolonbiopsie Therapie

1.Konservative Massnahmen

2.Chirurgie 3.Prognose