Cystische adenomatöse Malformation
Definition
Kongenitale Anomalie der Lunge gekennzeichnet durch Cysten und klinisch Atemnotsyndrom
nach der Geburt
Epidemiologie
- Inzidenz:betrifft 25% der kongenitalen Lungenmissbildungen
- Alter des Auftretens:
- am 1. Tag: 68%(die cystisch adenomatöse Malformation kann ab der 18. SSW
im Ultraschall nachgewiesen werden)
- Risikofaktoren
Pathogenese
1.Hintergrund
übermässiges Wachstum von pulmonalem Gewebe im Bereich der Endbronchiolen
mit Supression des alveolären Wachstums
2.Geschichte
- 1949 Chin und Tang
- Erstbeschreiber der CAM
- klinische Klassifikation
- 1977 Stocker
- Unterteilung der CAM in 3 Klassen, entsprechend ihrere Grösse
- pathologische Klassifikation
2. Komplikationen
- Atemnot in 73%
- Anasarka-Polyhydramnion
- Hydrops-Potter Syndrom
- Jejunalatresie
- Frühgeburten
- Pneumonien
- Todgeburt in 17%
- respiratorische Infekte mit chronischem Husten in 10%
Abklärungen
1.Ultraschall
- kann cyst. adenomatoide Malformation intrauterin darstellen
2.Thorax-Röntgen
- 3 Muster:
- in 73% multizentrisch mit Expansion der Cyste und medialer Verlagerung
- in 13% eine dominante Cyste mit Kleineren im Hintergrund
- in 13% solide homogene Masse
- nomalerweise ist nur ein Lobus betroffen (linker Unterlappen am häufigsten)
- Komplikationen im Röntgen erkennbar:Flüssigkeits-Luftspiegel,Herniation
anterior mediastinal,Zwerfellherniation, hypoplastische Lunge, Pneumonie, Pneumothorax,
persistierende pulmonale Hypertension
-
2.CT/MRI
- Das CT bei Neugeboren und Kleinkindern kann Massen von multipel grossen dünnwandigen
Cysten aufzeigen, welche das Mediastinum verlagern
Differentialdiagnose
- kongitale Zwerchfellhernie
Therapie
1.Unterstützend
bei Atemnotsyndrom: durch Beatmung oder ECMO
2.Chirurgie
Lobekomie ev. Pneumektomie