Gefahren und Prävention rund um das Kajütenbett


Viele Kinder verunfallen wegen einem Sturz vom Kajütenbett, weil sie diese Betten nicht nur zum Schlafen, sondern ebenso zum Spielen und Herumtollen benützen.

Die meisten Unfälle passieren, weil die Kajütenbetten nicht genügend sicher ausgerüstet oder befestigt sind. Bei Kindern unter 8 Jahren ist auch die Gefahr beim Schlafen herunterzufallen gross. Erst Kinder ab ca. 6 Jahren sollten das obere Bett benützen. Die häufigsten Verletzungen nach Stürzen vom Etagenbett sind Frakturen, Prellungen, Quetschungen sowie Schädelhirnverletzungen. In mehr als der Hälfte dieser Unfälle wird dabei der Kopf verletzt. Es muss deshalb unbedingt darauf geachtet werden, dass Kajütenbetten die Normbezeichnung EN 747 oder ein GS-Zeichen tragen. Worauf ist neben der Normbezeichnung ebenfalls zu achten?
Beim oberen Bett soll auf allen vier Seiten eine Absturzsicherung (Umrandung) vorhanden sein. Diese Absturzvorrichtungen sollen mindestens 16 cm über die Matratze hinausreichen und fest mit dem Bett verbunden sein. Die Abstand zwischen den Absturzsicherungen (Gitterstäbe) soll zwischen 6 und 7,5 cm betragen.
Das obere Bett muss fest mit dem unteren verbunden sein und sollte keine scharfen Ecken und Kanten oder offene Rohrenden aufweisen.
Die Leiter muss fest mit dem Bett verbunden sein und der Abstand zwischen den Leitersprossen soll mindestens 20 cm und deren Breite mindestens 30 cm betragen.
Die Oeffnung in der Absturzsicherung für die Leiter soll 30-40 cm betragen.
Ein Kajütenbett sollte an beiden Enden mit Stahlwinkeln oben an der Wand befestigt sein.
Bei zusammengeschraubten Betten müssen gelegentlich die Schrauben nachgezogen werden.
Bei einem Lattenrost mit grossen Aesten im Holz besteht Bruchgefahr. In diesem Fall müsste der Rost gewechselt werden. Freiliegende Lattenroste sind zu befestigen.
Stürze vom Kajütenbett müssen nicht sein, der grösste Teil der Unfälle kann mit den entsprechenden oben aufgeführten Sicherheitsmassnahmen verhindert werden.

Quelle: bfu – Schweizerische Beratungsstelle für Unfallverhütung