„Zauberluft“ vermeidet Ängste und Schmerzen von Kindern bei Eingriffen

Falls Kinder einen kleinen Eingriff  benötigen, für welchen eine formelle Narkosen nicht indiziert ist, stellt sich die Frage wie man Ängste und Schmerzen erfolgreich vermeiden kann. Als geradezu ideale Lösung für das Problem hat sich eine „Zauberluft“, d.h. ein Gasgemisch aus 50% Sauerstoff und 50% Lachgas (Stickoxydul = N2O) erwiesen. Ein solches Gasgemisch ist seit längerem unter dem Namen „Medimix 50“ bei PanGas und neu unter dem registrierten Namen „Kalinox 170 bar“ bei Carbagas erhältlich. Mehrere günstige Eigenschaften machen Kalinox besonders attraktiv, nämlich: einfache und sichere Verabreichung dank integrierter Entnahme-Vorrichtung zur Vermeidung der vielmals gefürchteten hochdruckseitigen Manipulationen, bedienerfreundliche Präzisionsarmaturen und –instrumente, lange Autonomie dank hoher Abfüllmenge, spezielle leicht handhabbare Aluminium-Verbund-Flasche für doppelte Mengen bei halbem Gewicht. Die Verträglichkeit von eines Sauerstoff/Lachgas-Gemisches ist ausgezeichnet, d.h. ca. 95% aller behandelten Kinder zeigen eine gute Verträglichkeit und haben keine negativen, unerwünschten Nebenwirkungen. Kinder über 5 Jahre haben die beste Erfolgsrate (ca.90%). Nebenwirkungen sind äusserst selten. Die Vorteile dieser „Zauberluft“ sind: eine gleichzeitige Angstlösung und Schmerzhemmung, Zuverlässigkeit und gute Steuerbarkeit, kontinuierlich gute Ansprechbarkeit des Patienten, gute Verträglichkeit und eine einfache lokale Anwendung. Eingriffe, für welche das Gasgemisch aus 50% Sauerstoff und 50% Lachgas empfohlen wird, sind grundsätzlich schmerzhafte Eingriffe von kurzer Dauer, wie Punktionen und Biopsien, kleine Débridements und Verbandwechsel bei Verbrennungen, kleine oberflächliche chirurgische Eingriffe (z.B. Wundnaht), Reposition von einfachen Frakturen oder Luxationen, Blasenkatheterisierung, Zahnpflege und Zahnchirurgie.

Ref:

Schickel H, HOSPITALIS 2008; 78:98-99

http://www.swiss-paediatrics.org/paediatrica/vol14/n2/meopa-ge.htm