Fall der Woche 6/02

Diagnose:

Kongenitale Schädelkalottenimpression (congenital scull depression)

Fortbildung:

Kongenitale Schädelkalottenimpression (congenital scull depression)

Deformierungen der Schädelkalotte kommen durch exzessive lokale Drucke gegen den Kopf durch Strukturen des weiblichen Beckens - wie z.B. das Promontorium oder Spina ischiadica - während der Geburt oder aufgrund einer unsachgemässen Forcepsapplikation vor.

Eindrückliche Deformierungen der Schädelkalotte können aber auch intrauterin vor Einsetzen der Wehentätigkeit entstehen. In diesem Fall sind die Impressionen bedingt durch eine längerdauernde intrauterine abnorme Haltung des Fetus. Selten sind solche Deformitäten durch amniotische Bänder bedingt. Schädelkalottenimpressionen, die bei der Geburt vorhanden sind, ohne Oedem oder Blutung der Galea, sind i.R bedingt durch eine intrauterine fehlerhafte Haltung des Fetus im Sinne von Druckschädigungen durch eine Schulter oder eine Gliedmasse.

Ref: Caffey's Pediatric X-Ray Diagnosis: An Integrated Imaging Approach, Silverman FN and Kuhn JP Eds., Mosby, St. Louis, 1993, p 43-44