Milzcyste
Milzcysten sind sehr sleten. In der Literatur sind ca. 1000 Fälle beschrieben. Nachstehend eine Einteilung der Milzcysten.
Echte Zysten (kongenital):
Pseudozysten (erworben):
Andere Zystenbildungen:
Der makroskopische Aspekt einer typischen Milzcyste zeigt eine weisse bis graue Oberfläche und grobe Trabekel.
Die Epithelauskleidung zeigt histologisch eine grosse Variabilität, dies begründet sich auf der Neigung der Mesothelzellen zur Metaplasie.
Abb. 1 zeigt den makroskopischen intraoperativen Befund einer congenitalen Milzcyste

Abb. 2 a und b zeigen eine angeborene Milzcyste von innen.
Komplikationen
Ruptur durch Trauma oder spontan mit Peritonitis in der Folge.
Hypertonie durch Kompression der Niere.
Therapie:
< 5cm: konservativ bei unauffälliger Sonographie der Wand und ohne solitäre Anteile innerhalb der Zyste. Aspiration nicht erfolgreich (Rezidive).
Bei grösseren Cysten: wenn möglich vollständige Entfernung der Zystenwand, d.h. je nach Lage. Bei Polbefall (Milzober- oder Unterpol) Hemisplenektomie, bei zentraler Lage grosszügige Fenestrierung der Cyste und Koagulation der restlichen Cystenwand, welche reichlich Flüssigkeit sezernieren und so zu einem Rezidiv führen kann.