Mit der in den letzten Jahren zunehmenden Ueberlebensrate von Frühgeborenen
< 1000g wird in mehreren Berichten über solche Kinder mit isolierten,
spontanen Darmperforation ohne gleichzeitige nekrostisierende Enterocolitis
(NEC) berichtet. Uceda et al (1) haben 1995 eine Serie von 17 Neugeborenen
mit idiopathischer isolierter Darmperforation mit einem durchschnittlichen
Alter von 25,2 Wochen (23-28Wochen ) und einem Gewicht von 755g (530-1000g)
publiziert. Alle 17 Patienten wurden operiert, wobei sich gehäuft
Perforationen im Ileum zeigten. In allen Fällen wurde primär
eine Enterostomie anglegt, gefolgt von einer Reanastomose nach durchschnittlich
3 Monaten. Obwohl die Ursache unklar ist, scheint es, dass Nabelkatheter
und Medikamente wie Indomethacin und Dexamthason für die Perforationen
verantwortlich sein können. Es ist auch ein Fall nach intrauteriner
Behandlung mit Indomethacin beschrieben (2). Zudem gibt es Berichte, welche
ein kongenitales Fehlen der intestinalen Muskulatur im Sinne eines Webfehler
für die idiopathische isolierte Darmperforation verantwortlich machen
(3)
Kürzlich wurde die solitäre intestinale Fibrose als Ursache
einer spontanen Darmperforation bei Neugeborenen publiziert (4).
1. Uceda JE, Laos CA, Kolni HW et al: Intestinal Perforations in Infants
with a Very Low Birth Weight: A Disease of Increasing Survival, J Pediatr
Surg 30: 1314-1316, 1995
2. Feijgin MD, Delpino ML and Bidiwala KS: Isolated small bowel perforation
following intrauterine treatment with indomethacin, Am J Perinatol 11:
295-296, 1994
3. Skov BG, Kofold PE, Nielsen B: Gastrointestinal perforation due
to congenital absence of intestinal musculature, Acta Chir Scand 152: 779-780,
1986
4. Al-Salem AH, Al-Hayek R and Qureshi SS: Solitary intestinal fibromatosis:
a rare cause of intestinal perforation in neonates, Pediatr Surg Int: 12:
437-440, 1997