Der Steiss, d.h. die sacrococcygeale Region (SCT) ist die häufigste Lokalisationsstelle von Teratomen bei Kindern (siehe Grafik).
Steissteratome gehen vom Os coccyx (Hensen’scher Knoten) aus. Sie können vorwiegend exophytisch, teils exophytisch und endophytisch oder vorwiegend endophytisch wachsen - Typ I - IV (siehe Abb.)


Die ersten beiden Formen erlauben eine pränatale Diagnose oder die klinische Diagnose direkt nach Geburt, sodass eine Resektion vor einer malignen Entartung möglich ist. Die rein endophytisch wachsenden Tumore zeigen erst im Alter von einigen Monaten Symptome im Sinne einer Defaekationsstörung oder von Miktionsproblemen, sodass bei der Diagnosestellung fast immer bereits eine maligne Entartung stattgefunden hat. In etwa 40% der Fälle bestehen nach Resektion eines sacrococcygealen Teratoms leichte intestinale Probleme, wie Schmieren oder Obstipation. In 10% findet sich eine Urininkontinenz oder eine neuropathische Blase, unabhängig vom Ausmass und der Histologie.
Ein Tumorrezidiv kann auftreten, wenn das Coccyx nicht mitentfernt wurde, falls die Histologie einen malignen Tumor zeigt, aber auch in 5-10% bei Kindern, bei denen ein benigner Tumor lege artis entfernt worden war.