Die septische Arthirtis ist eine
gefährliche und potentiell invalidisierende Entzündung. Die Häufigkeit
der befallenen Gelenke ist in Tab. 1 ersichtlich.
Tabelle 1: Häufigkeit der befallenen
Gelenke bei septischer Arthritis
Ê
| Knie | 40% |
| Hüftgelenk | 23% |
| Ellenbogengelenk | 14% |
| Sprunggelenk | 13% |
Die Krankheit äussert sich vorzugsweise
mit einer Pseudoparalyse d.h. Schonhaltung und bei betroffener unterer
Extremität fehlender Belastung. Diagnostisch wegleitend ist eine Leukocytose
mit Linksverschiebung, eine deutlich erhöhte Blutsenkungsgeschwindigkeit
sowie ein erhöhtes C-reaktives Protein. Die Ultraschalluntersuchung
zeigt einen Gelenkserguss vorallem im Bereich des Hüftgelenkes, wo
klinisch eine Schwellung meist nicht erkennbar ist.Als Ausgangsbefund muss
immer ein Röntgenbild in 2 Ebenen angefertigt werden.
Beim Säugling ist die septische
Coxarthritis eine besonders gefährliche Krankheit. Hier kann beim
Entdeckken der Erkrankung bereits eine Subluxation der Hüfte, bedingt
durchÊ einen intraartikulären Pannus - wie im vorliegenden Fall -
bestehen. Im Säuglingsalter kann ein solcher Pannus zu einer Siubluxation
eines Hüftgelenkes führen. Eine Punktion führt in dieser
Situation nicht zum Ziel. Es muss notfallmässig die Gelenkskapsel
operativ eröffnet und der Pannus resp. Eiter chirurgisch entfernt,
sowie eine Drainge eingelegt werden.
Jenseits des zweiten Lebensjahres
ist der Staphylococcus aureus der häufigste Erreger der septischen
Arthritis, bei Kindern unter 2 Jahren ist Hämophilus influenzae Typ
B der häufigste Erreger.
Bei älteren Kindern hat sich das folgende Schema der Abklärung resp. Behandlung empfohlen: