Am häufigsten finden sich Perforationen bei Säuglingen im cervikalen Abschnitt beim Versuch die Trachea zu intubieren. Verletzungen durch Laryngoskop-Spatel, Absaugkatheter und naso-gastrische Sonden werden meist erst dann bemerkt, wenn die Patienten die Zeichen einer Oesophagusobstruktion zeigen -die eine Oesophagusatresie imitieren können - nämlich: übermässige Speichelansammlung, cyanotische Attacken und Regurgitieren bei den Mahlzeiten sowie radiologische Zeichen einer Perforation im Pharynxbereich oder ein rechtsseitiger Pneumothorax. Am meisten gefährdet sind Frühgeborene.
Folgende Arten von Verletzungen können gefunden werden:
Die Diagnose lässt sich anhand der radiologischen Veränderungen im Thoraxröntgenbild erahnen und durch eine Kontrastdarstellung des Oesophagus erhärten. Die radiologischen Zeichen einer Oesophagusperforation werden im angelsächsischen Sprachraum "double esophagus sign" genannt.
Das Management ist vom Ausmass und der Lokalisation der Verletzung abhängig. Generell können pharyngeale Oesophagusperforationen medikamentös mit Antibiotica behandelt werden unter parenteraler Ernährung. In seltenen Fällen ist eine Drainage des Mediastinums oder eine Thoraxdrainage erforderlich. In günstigen Fällen erlaubt eine radiolgisch kontrolliert eingelegte Magensonde die enterale Ernährung.
PS: Im erwähnten Fall ist die Oesophagusperforation wahrscheinlich durch die leukoplakischen Veränderung in der Speiseröhre bedingt.