Nach einem stumpfen Bauchtrauma kommt es selten zur Ausbildung eines Hämatoms in der Darmwand des Duodenums. Tyipscherweise nach punkt- resp. kleinflächiger Kontusion im Oberbauch. Nach einem initialen blanden Intervall von teils mehreren Stunden Beginn mit rezidivierendem z.t. galligem Erbrechen - je nach Lage des Hämatoms.Klassischerweise liegt das Hämatom in der Pars 3 des Duodenums. Das Duodenum ist wegen seiner retroperitonealen Fixierung für diese Läsion prädestiniert, weil dieser Darmabschnitt wegen der Fixierung einem Kontusionsgegenstand nicht ausweichen kann, im Gegensatz zum restlichen Dünndarm. DieTherapie besteht in Einlage einer Magensonde für einige Tage und Infusion. Das Hämatom bildet sich innert wenigen Tagen spontan zurück. Nachdem die Darmpassage wieder intakt ist, bleiben keine Residuen zurück. Langzeitkomplikationen sind keine bekannt.