Morgagni-Hernie (sternokostale Zwerchfellhernie rechts)
Bei der Morgagni-Hernie handelt es sich um eine spezielle Form der Zwerchfellhernien (diaphragmale Hernien). Diese rechtsseitige sternokostale Hernie (Morgagni-Hernie) ist mit ca. 90% im Gegensatz zur linksseitigen sternokostalen Hernie (Larrey-Hernie) wesentlich häufiger.
Die Morgagni-Hernie macht sich bei Säuglingen und Kleinkindern meistens mit Atemnot oder pulmonalen Infekten bemerkbar, deutlich seltener mit gastrointestinalen Beschwerden. Eine Lungenhypoplasie wie bei der klassischen posterolateralen (Bochdalek'schen) Zwerchfellhernie findet sich aber praktisch nie. Die Abklärung erfolgt primär mittels Thoraxröntgenbildern mit ap und seitl. Strahlengang. Bei solidem Bruchsackinhalt kann eine Ultraschalluntersuchung zur Klärung des Bruchinhaltes (Darm oder Leber) hilfreich sein. Die Operationsindikation ergibt sich aus den potentiellen Risiken der Hernie wie Incarceration, Volvulus oder Ateminsuffizienz. Bei einer Herniation in das Pericard kann es zu einer Herztamponade kommen. Der operative Verschluss der Bruchlücke erfolgt in der Regel durch einen abdominalen Zugang mittels U- oder Matratzennähten. Dabei wird der Brucksack, welcher bei kleinen Kindern nur locker mit den umliegenden Geweben adhärent ist, reseziert. Neuerdings wird die laparaskopische Versorgung der Morgagni-Hernie favorisiert.
Morgagni-Hernie, intraop. Bild
