| VII |
| "Demokratisierung des Wissens" |
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Bereits die mit dem Buchdruck aufkommende Verfügbarkeit
von Information führte zu einer neuen sozialen und räumlichen
Verteilung von Buchbesitz und Lektüre. Die weitere Entwicklung
von Druckereien und Verlagen führte zu einer erstmals globalisierten
Organisation der Wissensproduktion. Damit wurde der Prozess der
Demokratisierung des Wissens in Gang gesetzt.
Auf die Problematik eines unsystematischen blossen Anhäufens von vielfach ungeprüfter und damit letztlich wertloser Information haben Philosophen wie Francis Bacon schon in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts hingewiesen und das Anliegen der französischen Enzyklopädisten, die Vielfalt und Vernetzung des menschlichen Wissens aufzuzeigen, scheiterte an der Begrenztheit des linearen Mediums Buch. Durch das Medium Internet mit Links und Hypertext ist diese Grenze aufgebrochen worden, aber das Problem des unsystematischen blossen Anhäufens von ungeprüfter Information ist geblieben. Auf Grund der immer populäreren Verbreitung der Internetzugänge ist die Demokratisierung des Wissens weiter vorangeschritten. Als Mischung aus fast allen zur Zeit existierenden Medienformen demokratisiert das Internet die Verfügbarkeit und Bedienbarkeit der weltweit vorhandenen Information. Der grosse Vorteil des Internets - die rasche Aktualisierung und perpetuelle Verfügbarkeit von Information - bedeutet aber gleichzeitig auch eine Herausforderung. Trotz grosser Anstrengung ist es oft schwierig den verschiedenen Umständen eines spezifischen Sachverhaltes gerecht zu werden, alle derzeit bekannten Fakten gebührend zu werten und ein Thema nicht als klar umfassend und definitiv darzustellen. Andererseits ist es eine Tatsache, dass man sich heutzutage primär über das Internet informiert - das Interent ist definitv ein Leitmedium - und oft wird das gefundene Wissen als eine Art Evangelium mit absoluter Gültigkeit angesehen. Es ist unser erklärtes Ziel auch das kinderchirurgische Wissen zu demokratisieren und das zur Verfügung gestellte Wissen unter voller Ausschöpfung der Möglichkeiten des Internets als fachlich korrekte Inhalte zu präsentieren. Deshalb wird "kinderchirurgie / pediatric surgery - online" weiterhin als unabhängige Plattform zur Information und Kommunikation über das Thema Kinderchirurgie konzipiert. |
| Johannes Hirsig und Peter Sacher |
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