Fluid-debris level in follicular cysts: a pathognomonic sign of ovarian torsion

 
 

Kiechl-Kohlendorfer U et al; Pediatr Radiol 36:421-425, 2006

 
 

Die Autoren berichten über ihre Ultraschallbefunde bei 13 Mächen mit einer Ovarialtorsion. Das Alter der Patientinnen betrug 4 Monate bis 17 Jahre (im Durchschnitt 8,9 Jahre). 12 hatten akute Schmerzen, die je zur Hälfte links resp. rechts gelegen waren. Acht Mädchen hatten in der Anamnese Nausea und Erbrechen. Die Untersuchung erfolgte mittels Grey-scale Scanner transversal, longitudinal und schräg. Verwendet wurden 4-7MHz curved Sonden resp. 5-10MHz oder 5-12Mhz lineare Sonden. Die Ovarien wurden hinsichtlich Grösse, Loklisation und Beschaffenheit untersucht, wobei letztere nach cystisch, komplex, solid, homogen oder heterogen eingeteilt wurde. Zudem wurde eine Farbdoppler-Untersuchung durchgeführt sowe ein High-resolution-Ultraschall. Die vergrösserten Ovarien konnten in drei Gruppen eingeteilt werden: (1) normaler Aspekt, abgesehen von der Grösse, (2) Ovarien mit einer hämorrhagischen Cyste und (3) Ovarien mit echogenem, tumorösem Knoten innerhalb einer grossen Cyste, vereinbar mit einem cystischen Teratom. Alle vergrösserten Ovarien waren rund resp. kugelförmig und zeigten multiple kleine Cysten innerhalb der soliden Anteile. Die Grösse der Cysten betrug max. 15 mm und sie lagen in der Peripherie des Organs. Bei 11 der 13 Mädchen zeigten diese kleinen Cystchen einen Flüssigkeitsspiegel. In der Dopplersonographie fand sich ein Nachweis von zentralem Blutfluss bei vier, ein peripherer Fluss bei einer und eine fehlende Druchblutung bei acht Patientinnen. Nur bei den beiden Mädchen ohne Spiegel in den Follikelcysten erholte sich das Ovar nach der Detorsion, die anderen waren alle nekrotisch. Für das Autorenteam ist die Ultraschalluntersuchung die Methode der Wahl bei einem Verdacht auf eine Ovarialtorsion. Die Charakteristika der Ultraschallbefunde sind: eine Vergrösserung des betroffenen Ovars und zwar ca. 28-fach gegenüber dem altersentsprechenden normalen Ovar (die präpubertale Grösse des normalen Ovars beträgt ca. 3 Kubikzentimeter), multiple Follikel von 8-15mm Grösse in der Peripherie eines vergrösserten Organs, bedingt durch eine Transsudation von Flüssigkeit in die Follikel wegen der veränderten Durchblutungssituation. In den Fällen mit bereits stattgefundener Nekrose des Organs finden sich Flüssigkeits-Debris-Spiegel innerhalb der Follikelcysten als Zeichen einer schon längerdauernden Ischämie des Organs. In der Serie von Kiechl-Kohlendorfer et al. waren alle Ovarien, die in der Ultraschall-Untersuchung Flüssigkeitsspiegel mit Debris in den Folliklen gezeigt aufwiessen, nekrotisch.

© kinderchirurgie/pediatric surgery-online