SIMPLE BONE CYSTS TREATED BY PERCUTANEOUS AUTOLOGOUS MARROW GRAFTING (A PRELIMINARY REPORT)
Lokiec, F., Ezra, E., Khermosh, O., Wientroub, S.
(Dana Children`s Hospital, Sourasky Medical Centre and Tel-Aviv University, Israel) 
J Bone Joint Surg 78:934-937, 1996
Die Effizienz einer perkutanen Injektion von Knochenmark zur Behandlung von juvenilen Knochencysten wird anhand einer prospektiven Studie mit 10 Patienten (im Alter von 7-15 Jahren) evaluiert. In allen 10 Fällen lag eine aktive Läsion mit direktem Kontakt zur Epiphysenfuge vor. 6 mal war die Läsion im proximalen Humerus, 6 mal im proximalen Femur und je 1 mal in der proximalen resp. distalen Tibia lokalisiert. Alle 10 Kinder hatten mindestens eine pathologische Fraktur. Bei 3 Patienten war eine vorausgehende Behandlung nicht erfolgreich gewesen, nämlich 1 mal eine autologe und allogene Knochentransplantation und 2 mal wiederholte Steroid-Injektionen. Beim Eingriff wurde der Cysteninhalt durch eine Punktionskanüle abgesaugt und die Cystenwand mittels Kanüle anschliessend an mehreren Stellen perforiert. Knochenmark wurde mittels Aspiration aus dem Beckenkamm entnommen. Das Füllungsvolumen der Knochencysten betrug im Durchschnitt 25 ml (15-50 ml). Bei einem Befall der unteren Extremität wurde das betroffene Bein für 6 Wochen vollständig entlastet. Die radiologischen Kontrollen erfolgten in regelmässigen Abständen, initial nach 2 und 6 Wochen, danach im ersten Jahr alle 3 Monate, im zweiten Jahre alle 6 Monate, in der Folge in jährlichen Abständen. Alle 10 Knochencysten waren innerhalb von 3 Monaten konsolidiert. Daneben zeigte sich eine deutliche Verdickung des Cortex innerhalb von 6 Monaten. Alle Cysten heilten nach einer einmaligen Injektion von Knochemark. Die Autoren meinen, dass - obwohl die Studie nur eine kleine Gruppe umfasse - weder das Alter, noch die Aktivität oder Lokalisation der Cyste den Outcome beeinflusse.
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