Mesenteric-Left Portal Vein Bypass in Children With Congenital Extrahepatic Portal Vein Thrombosis: A Unique Curative Approach

 
 

Fuchs J, Warmann S, Kardoff R et al, J Pediatr Gastroenterol Nutr. 36: 213-216, 2003

 
 

In dieser Arbeit werden die Resultate von 7 Patienten nach einem sog. Rex-Shunt (mesenterico-left portal bypass) vorgestellt. Das Durchschnittsalter der Patienten betrug 12 Jahre (2-16 Jahre). Alle hatten Ösophagusvarizen Grad II oder III sowie Zeichen von Hypersplenismus aufgrund einer extrahepatischen Pfortaderthrombose. Bei einem Patienten lag ein sog. hepatopulmonales Syndrom vor. Nebst den üblichen Laboruntersuchungen wurden präoperativ die Gefässverhältnisse anhand eines CTs oder einer direkten Splenoportographie evaluiert. Als Graft fand in allen Fällen die linke oder rechte V. jugularis interna Verwendung. Intraoperativ wurden die Pfortaderäste der Lebersegmente III und IV dargestellt und dieser Venenabschnitt tangentiell abgeklemmt. Danach wurde, unter Abklemmen des Graftes mittels einer Satinsky-Klemme, zunächst die Gefässanastomose zwischen linkem Pfortaderast und Graft sowie anschliessend, nach venösem Rückfluss in den Graft, zwischen Graft und V. mesenterica superior im Bereich des Konfluens mit der Vena lienalis vorgenommen. Postoperativ erhielten alle Patienten eine Antikoagulation mit Clexane oder einem Vit. K-Antagonisten während 3 Monaten. Die Nachkontrollen erfolgten routinemässig mittels Dopplerultrasonographie nach 3, 7 und 30 Tagen sowie nach 3 und 6 Monaten. Nach einer durchschnittlichen Nachbeobachtungszeit von 15 Monaten (3-28 Monate) wurde mittels Dopplerultraschall in allen Fällen ein hepatopetaler Fluss zwischen 25-60cm/s gefunden. Der Durchmesser des linken Pfortaderastes vergrösserte sich von 3,5 mm präoperativ auf 6,6 mm innerhalb von 6 Monaten. Nach dem Shunt kam es in keinem Fall mehr zu einer Ösophagusvarizenblutung. Die klinischen Zeichen der portalen Hypertension waren bei allen Patienten regredient. Obwohl auch die Milzgrösse 6 Monate postoperativ bei allen Patienten abgenommen hatte, zeigte nur der Patient mit der längsten Nachbeobachtungszeit eine normale Milzgrösse und normale Thrombozytenzahl. Bei einem Patienten fanden sich postoperativ Symptome eines Pseudotumor cerebri. Die Autoren empfehlen den Shunt vor dem 10 Lebensjahr durchzuführen, wenn noch wenige intraabdominale Kollateralen bestehen und die Vena lienalis und mesenterica superior noch leichter aufzufinden sind.

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