Choledochal Cyst: Comparison of MR and Conventional Cholangiography 
Kim SH, Lim JH, Koon HK et al
(Dept. of Radiology and Surgery, Samsung Medical Center, Kangnam-ki, Seoul, Korea)
Clinical Radiology 55: 378-383
Bislang gebräuchliche Untersuchungstechniken wie Ultraschall, CT oder Szintigraphie sind ungeeignet bei Patienten mit Verdacht auf Choledochuscyste die genauen anatomischen Verhältnisse, Anomalien der pancreaticobiliären Ausführgänge sowie mögliche Komplikationen wie Steine darzustellen. Die MR-Cholangiographie ist eine neuere Untersuchungsmethode die eine Genauigkeit zeigt, wie sie mittels endoskopisch retrograder Cholangiopancreaticographie (ERCP) oder anderen cholangiographischen Methoden erzielt wird. Die Autoren berichten über ihre Erfahrung mit 14 Patienten mit Choledochuscyste, bei denen ein MR-Cholangiogram durchgeführt wurde. Sie verwendeten spezifizierte T2-gewichtete axiale und coronale Sequenzen. Das Alter der 8 pädiatrischen Patienten lag zwischen 2 Monaten und 12 Jahren. (Dazu wurden 5 Erwachsene untersucht. Die Daten von 1 Patienten konnten wegen ungenügender Bildgebung nicht analysiert werden.) Das Ziel der Studie war die diagnostische Wertigkeit der MR-Cholangiographie im Vergleich zur konventionellen Cholangiographie zu untersuchen. Dazu wurden bei allen pädiatrischen Patienten im Abstand von 1 bis 12 Tagen ein MR-Cholangiogramm sowie eine direkte (intraoperative) Cholangiographie durchgeführt. Die diagnostische Wertigkeit wurde anhand von folgenden Parametern evaluiert: Darstellung der Morphologie, Anomalien des Ductus pancreaticus und Ductus choledochus sowie Steinen. Die Bilder wurden von drei verschiedenen Radiologen unabhängig voneinander analysiert. Die morphologische Darstellung der Choledochuscyste war mittels MR-Cholangiogramm signifikant besser. Hingegen fanden Kim und Mitarbeiter keine Unterschiede bezüglich Aufzeigen von pancreaticobiliären Ganganomalien oder Komplikationen wie Steine. Die MR-Cholangiographie weist bei Patienten mit Verdacht auf eine Choledochuscyste bessere diagnostische Informationen auf als ein ERCP oder die direkte intraoperative Cholangiographie. Kim et al empfehlen deshalb die MR-Cholangiographie vorallem bei Kindern als nicht-invasive Abklärung bei Verdacht auf Choledochuscyste.
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