| Appendiceal versus Ileal Segment for Antegrade Continence Enema |
| Tackett LD, Minevich E, Benedict JF et al. Children's Hospital, Medical Center, Cincinnati, Ohio J Urol 167:683-686, 2002 |
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Es wird eine retrospektive Studie über 45
Patienten, bei denen wegen einer schwerwiegenden chronischen Obstipation
mit Stuhlinkontinenz eine kontinente Zoekostomie durchgeführt
worden war, vorgestellt. Die Ursachen der Darmproblematik waren
eine MMC bei 29, eine Analatresie bei 7, eine Kloakenfehlbildung
bei 3, eine VATER-Assoziation bei 3, eine traumatische Paraplegie
bei 1 sowie unklare Aetiologie bei 2 Patienten. Das Alter zum Zeitpunkt
der Intervention betrug 3,8-25,8 Jahre, d.h. im Durchschnitt 10,5
Jahre. 21 Patienten waren männlich, 22 weiblich. Die Indikation
zur Zoekostomie war eine therapierefraktäre Stuhlinkontinenz,
trotz dietätischen Massnahmen, Stuhltraining, Laxantien und/oder
Einläufen. Bei 10 Patienten wurde die Zoekostomie als isolierter
Eingriff, bei 35 in Kombination mit anderweitigen Interventionen
(Mitrofanoff-Stoma, Blasenaugmentation, Blasenhalsrekonstruktion
u.a.) vorgenommen. Die Gruppe 1 umfasst 28 Patienten, bei denen
die Appendix verwendet wurde, wobei in 11 Fällen die "Split
Appendix"-Technik zum Einsatz kam. Die Gruppe 2 umfasst 17 Patienten,
bei denen Ileum verändert wurde, 16 x getapert, 1 x als Monti-Young
Procedure. Bei allen 45 Patienten wurde die U-Lappentechnik zur
Bildung eines Hautstomas verwendet. Postoperativ wurde die Zoekostomie
während 3-6 Wochen mit einem Charrière 10 oder 12 Silikon-Katheter
intubiert belassen. Mit den Darmspülungen wurde nach Beendigung
des postoperativen Ileus begonnen und die Spülmenge je nach
klinischem Erfolg in bezug auf das Volumen und Frequenz titriert.
Der Nachbeobachtungszeitraum beträgt 4-65 Monate, im Durchschnitt
26,3 Monate. Eine "akzeptable" Kontinenz, d.h. gelegentlich
leichtes Schmieren, wurde bei 39 Patienten (87%) und eine vollständige
Kontinenz bei 31 (69%) erzielt. Es fanden sich diesbezüglich
keine signifikanten Unterschiede zwischen der Gruppe 1 und 2. Bei
10 Patienten kam es zu Komplikationen, die eine Reoperation nach
sich zogen, und zwar eine Stomastenose in 8 Fällen (1 Monat
bis 3 Jahre postoperativ), 6 x bei Gruppe 1 und 2 x bei Gruppe 2,
sowie eine Striktur bei 2 Patienten. Bei 7 Patienten traten im Verlauf
Schwierigkeiten bei der Katheterisierung des Stomas auf und bei
5 Patienten war es notwendig, wegen unbeeinflussbarer Colondysmotilität
eine Costomie anzulegen, 2 x temporär, 3 x permanent.
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