Laparoscopic Fundoplication Yields Low Postoperative Pulmonary Complications in Neurologically Impaired Children 
Meehan J.J. and Georgeson K.E.
(The Children's Hospital of Alabama and the University of Alabama, Dept of Surgery, Div of Pediatric Surgery, 300 ACC - 1600 7th Av South, Birmingham Alabama 35233)
Pediatric Endosurgery and Innovative Techniques Vol 1:11-14, 1997 
Behinderte Kinder mit einem gastroösophagealen Reflux haben aus mehreren Gründen ein erhöhtes Risiko für postoperative pulmonale Infekte. Einerseits haben viele dieser Kinder bereits chronische Lungenveränderungen aufgrund des unterliegenden gastroösophagealen Refluxes, andererseits sind viele Kinder entweder an den Rollstuhl gebunden oder können mental die postoperativ notwendige Atemgymnastik  nicht verstehen und durchführen. Die Komplikationsrate nach Fundoplicatio bei behinderten Kindern ist etwa viermal höher als bei nicht behinderten Kindern. Insbesondere postoperative Pneumonien sind nach einer Fundoplicatio bei behinderten Kindern gehäuft.
Die Autoren stellen eine retrospektive Studie mit einem Kollektiv von 113 Patienten vor. In 95 Fällen (84,1%) wurde eine laparoskopische Fundoplicatio nach Nissen und bei 18 Patienten (15,9%) eine laparoskopische Toupet Fundoplicatio durchgeführt.  Bei 100 Patienten wurde gleichzeitig eine Gastrostomie angelegt und bei 54 Patienten eine Pyloroplastik durchgeführt. Bei der Hälfte aller Patienten konnte die Ernährung postoperativ bereits am ersten Tage wieder aufgenommen werden. In 8 Fällen (7,1%) kam es zu Komplikationen, welche die Fundolpicatio selbst betreffen, wie Aerophagie, Hiatushernie, Dysphagie wegen zu enger Manchette, Perforation des Oesophagus und Pneumothorax. Bei 9 Patienten (9%) kam es zu einer Komplikation im Zusammenhang mit der Gastrostomie, nämlich Infekt, Bridenileus, Magenperforation und Malposition der Gastrostomiesonde. Zwei Patienten (3,7%) zeigten Komplikationen im Zusammenhang mit dem Eingriff am Pylorus, nämlich einmal ein Dumping Syndrom und einmal ein Rezidiv der verzögerten Magenentleerung. Vier Patienten (3,5%) zeigten Infekte, nämlich zweimal eine Sepsis und in 2 Fällen eine Pneumonie.
Meehan und Georgeson kommen zum Schluss, dass die mit 1,8% - im Vergleich zu den in der Literatur mitgeteilten 14-40% nach konventionell durchgeführter Fundoplicatio - sehr tiefen Rate der postoperativen Pneumonie dadurch bedingt ist, dass die Patienten nach einer laparoskopischen Intervention wesentlich weniger Schmerzen haben, wodurch die Atmung nicht kompromittiert wird. Zusätzlich könnte der verkürzte Spitalaufenthalt eine Ursache sein, dass diese Patienten  nosokomialen Infekten weniger lang ausgesetzt sind. Aus diesem Grunde ist nach Ansicht der Autoren die laparoskopische Fundoplicatio die bevorzugte Methode zur chirurgischen Behandlung eines gastroösophagealen Refluxes bei behinderten Kindern.
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