The Infected Urachal Cyst: Primary Excision versus a Staged Approach
Minevich E, Wacksman J, Lewis AG et al.
(Div. of Pediatriac Urology, Childrenās Hospital Medical Center, University of Cincinnati, Cincinnati, Ohio)
J. Urol. 157:1869-1872, 1997 
Es wird über 17 Patienten (Alter 1 Tag - 14 Jahre) mit einer Urachuszyste berichtet. Bei 6 Patienten ohne Infekt wurde eine Zystenresektion vorgenommen, währenddem bei den Patienten mit einem Abszess entweder eine direkte Zystenexcision oder eine zweizeitige chirurgische Therapie durchgeführt wurde. Kinder, bei denen wegen eines Abszesses ein zweizeitiges Vorgehen gewählt wurde, waren im Durchschnitt   2 1/2 Tage weniger lang im Spital und keines zeigte Komplikationen, während bei 3 Patienten, bei denen eine Urachuszyste mit Abszess primär excidiert wurde, Komplikationen auftraten, nämlich ein Ileus, ein Harnwegsinfekt und ein intraabdominaler Abszess in je einem Fall.
Bei den 17 Patienten handelt es sich um 6 Patienten mit einer Urachuszyste, 9 Patienten mit einem Abszess in einer Urachuszyste und 2 Patienten mit einer Perforation einer abszedierten Urachuszyste. Alle 6 Patienten mit nicht infizierter Urachuszyste zeigten eine Sekretion aus dem Nabel oder eine infraumbilicale Masse ohne Anhaltspunkte für einen Abszess. 7 Patienten mit einem Urachusabszess sowie 1 Patient mit einem perforierten Urachusabszess zeigten einen periumbilicalen Tumor, Fieber und eine Leukozytose. 2 Patienten mit einem Urachusabszess sowie einer mit einem perforierten Urachusabszess hatten Bauchschmerzen, Fieber und eine Leukozytose. Alle diese 3 Patienten wurden wegen Verdacht auf perforierte Appendicitis laparotomiert und bei allen dreien wurde eine infizierte Urachuszyste primär excidiert. Diese 3 Patienten zeigten auch Komplikationen, nämlich einen Bridenileus, rezidivierende Harnwegsinfekte sowie einen intraabdominalen Abszess, welcher eine perkutane Drainage notwendig machte. Als Management schlagen die Autoren deshalb bei Zeichen einer infizierten Urachuszyste vor, mittels CT abzuklären, ob ein intraabdominaler Abszess vorliegt. Falls dies nicht der Fall ist und keine periumbilicale Celluliits vorliegt, kann die Zyste primär extraperitoneal unter Antibiotikaschutz excidiert werden. Liegt eine periumbilicale Cellulitis vor, so soll eine extraperitoneale Drainage vorgenommen werden und die Zyste sekundär extraperitoneal excidiert werden. Liegt ein intraabdominaler Abszess vor, soll initial eine Laparotomie mit Drainage des Abszesses vorgenommen und sekundär eine extraperitoneale Excision der Urachuszyste vorgenommen werden.
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