Imaging evaluation of suspected appendicitis in a pediatric population: effectiveness of sonography versus CT 
C.J. Sivit, K.E. Applegate, A. Stallion et al
(Dept. of Radiology, Rainbow Babies and Children"s Hospital, University Hospitals of Cleveland and Case Western Reserve School of Medicine, 11100 Euclid Ave. Cleveland, OH 44106-5056, USA)
Am J Roengenol 175: 977-980, 2000
Die Computertomografie liefert bei Kindern mit Verdacht auf Blinddarmentzündung eine sicherere und zuverlässigere Diagnose als die bisher übliche Sonografie.
Die Diagnose Appendizitis wird heutzutage zunehmend mittels Ultraschall(US) gestellt. In Studien an Erwachsenen lieferte die Computertomografie(CT) jedoch zuverlässigere Ergebnisse. Die Autoren verglichen in dieserStudie die Diagnosesicherheit der Computertomografie im Vergleich zur US-Untersuchung in der Diagnostik der akuten Appendizitis bei Kindern.
Im Zeitraum von 1996 bis 1999 wurden von 386 Kinder und Jugendlichenmit Verdacht auf Blinddarmentzündung 231 mittels US allein, 71 nurmittels CT und 82 mit beiden Methoden untersucht. Anhand der histopathologischen Untersuchung des Operationspräparates sowie eines Follow-up wurdeevaluiert, welche Diagnosemethode zuverlässiger ist.
Die CT-Untersuchung wies eine Sensitivität von 95 Prozent im Vergleich zu 78 Prozent bei der US-Untersuchung auf. Die Rate an Fehldiagnosen in der CT-Untersuchung war ebenfalls geringer. Die US-Untersuchung führteetwa bei jedem zehnten Kind zur falschen Diagnose, die CT-Untersuchungnur bei jedem zwanzigsten. Unter den 82 mit beiden Methoden Untersuchtenunterschied sich das Ergebnis bei 20 Kindern. Bei 17 Kindern war die mitHilfe des CT gestellte Diagnose richtig. 14 von 15 Blinddarmentzündungen, die in der US-Untersuchung übersehen wurden, konnten mittels CT diagnostiziert werden. Am deutlichsten war die Überlegenheit der Computertomografie bei Kindern über zehn Jahren.
Die Studie zeigt die Überlegenheit der Computertomografie in der Diagnose einer Blinddarmentzündung auch bei Kindern. Die Zuverlässigkeit der US-Untersuchung hängt allerdings vom Können und der Erfahrung des Untersuchers ab. Da das CT mit einer Strahlenbelastung verbunden ist und ausserdem höhere Kosten verursacht, ist es fraglich, ob es die US-Untersuchung in der Routinediagnostik ersetzen wird. In zweifelhaften Fällen kann ein an die US-Untersuchung anschliessendes Computertomogramm die Diagnose sichern.
©kinderchirurgie / pediatric surgery - online